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Heilbronner Rudergesellschaft "Schwaben" von 1879 e.V.

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Informationen über das Rudern

  • Rudern ist Mannschafts- aber auch Individualsport

  • Rudern ist Natur- und Erlebnissport

  • Rudern ist ein preiswerter Sport

  • Rudern ist Vereinssport

  • Rudern ist Wettkampf- und Hochleistungssport

  • Rudern ist ein Sport für Behinderte

  • Rudern ist Freizeit- und Familiensport

 

Rudern ist ein Mannschaftssport - oder ein Individualsport

Rudern ist ein Mannschaftsport, der sich von vielen anderen Mannschaftsportarten, wie z.B. den Sportspielen, unterscheidet.
In allen Mannschaftssportarten muß der Leistungsbeitrag des einzelnen mit dem der anderen koordiniert werden. Während dies in den Sportspielen in Form einer Kooperation - z.T. sehr unterschiedliche Tätigkeiten werden aufeinander abgestimmt - geschieht, müssen im Rudern alle Mannschaftsmitglieder in einem bestimmten Zeitrahmen das gleiche tun (koagieren). Tradition und eschichte haben als Mannschaftsgefüge den Zweier, Vierer und Achter (jeweils mit und ohne Steuermann) herausgebildet, aber auch den Einer, als Möglichkeit der individuellen Leistungspräsentation oder Sportausübung. Rudern ist eine gesunde Sportart und bedeutet Fitness und Kondition Als gelenkschonender Ausdauersport bietet Rudern vom Schüleralter bis in das siebte und achte Lebensjahrzehnt eine hervorragende Möglichkeit, den sich verbreitenden Zivilisationskrankheiten und Bewegungsmangelerscheinungen entgegenzuwirken und sich fit zu halten. Im Vergleich zu vielen anderen Sportarten ist der Ruderer kaum verletzungsanfällig und kann seine Sportart in allen Jahreszeiten ausüben. Wie kaum eine ander Sportart spricht das Rudern eine breite Palette von Muskelgruppen an. Durch die Kombination von Kraft- und Ausdauerfähigkeiten werden fast alle physischen Leistungsfaktoren gesteigert, ohne den Einsatz von Zusatzsportarten, -geräten und -maßnahmen. 


Rudern ist Natur- und Erlebnissport

Sieht man von spezifischen Trainingsgeräten ab, die die Ruderbewegung und -belastung simulieren können, muß die Sportart in freier Natur ausgeübt werden. Das Prädikat Natursport wiegt besonders, da sich in zunehmendem Maße Hallen-, Studio- und Kellersportarten etablieren und im Bereich der Natursportarten immer mehr Disziplinen mit Fremdenergie (Motor, Wind) betrieben werden. Das Befahren fremder Flüsse und Gewässer, der Besuch ausländischer Ragatten in fremder Umgebung, die Beobachtung von Natur und Tierwelt aus einer ungewohnten Perspektive oder das Erlebnis, fern von Zuhaus Tage und Wochen in Zelten zu verbringen, bieten für alt und jung besondere Erfahrungsmöglichkeiten und Abenteuer.


Rudern ist ein preiswerter Sport

Das Boots - und Rudermaterial wird von den Vereinen bereitgestellt. Vergleicht man den Mitgliedsbeitrag mit Sportvereinen, die einen ähnlichen Materialaufwand haben, liegen die Rudervereine deutlich darunter. Das Material für den allgemeinen Ruderbetrieb ist bei entsprechender Wartung sehr langlebig. Rudern ist eine integrative Sportart und kann als Erziehungsmittel eingesetzt werden. Im Unterschied zu vielen anderen Sportarten können alt und jung, Frauen und Männer, Eltern und Kinder, Behinderte und Nicht-Behinderte diese Sportart gemeinsam, in einem Boot ausüben. Durch die relativ einfache und leicht erlernbare Bewegungsstruktur, den Anforderungen im vornehmlich aeroben Ausdauerbereich und der realtiv geschlossenen Ausübungsform, lassen sich homogene wie heterogene Gruppierungen bilden. Groß ist die Tradition des Ruderns als eine zentrale Sportart, insbesondere in den angelsächsischen Ländern. Zahlreiche Schülerrudervereine zeugen davon, daß das Rudern als Mannschaftssport eine Möglichkeit darstellt, spezifische soziale Kommunikationsformen zu erfahren und Interessen in eigener Verantwortung zu vertreten. Die spezielle Struktur dieses Mannschaftssports erlaubt soziale Erfahrungen, die pädagogisch sinnvoll erscheinen. 
 

Rudern ist Vereinssport

Rudern kann nur in institutionalisierter Form durchgeführt werden. Diese Institution stellt im allgemeinen der Verein dar, der neben dem Motiv und dem Wunsch seiner Mitglieder, Rudern zu ermöglichen, noch einer Reihe weiterer Bedürfnisse nachkommen kann. Er bietet gleichsam einen Bezugspunkt im sozialen Leben des Sportlers, er ist damit Mittel und Ziel zugleich. Neben den organisatorischen Möglichkeiten und Bedingungen zu Ausübung der Sportart verfügt der Verein über ein immenses Repertoire an formalen wie informellen Sozial- und Kommunikationsformen, wie z.B. Geselligkeit, Gruppen, Freundschaften, Feste und Feiern etc. und kann jungen und alten Sportlern ein zweites Zuhause bieten. 
 

Rudern ist Wettkampf- und Hochleistungssport

Ein umfangreiches Wettkampfprogramm - vom Kindesalter (ab ca. 11 Jahren) bis ins hohe Alter - bietet demjenigen, der sich im organisierten Wettkampf messen will, hinreichend viele Möglichkeiten. Bis an die 100 Regatten im Frühjahr, Sommer und Herbst, die über das ganze Bundesgebiet verteilt sind, erlauben Vergleiche auf allen Leistungsebenen und -klassen. Das Rennrudern, als Leistungs- und Hochleistungssport besitzt nach wie vor eine große Anziehungskraft im Rudern. Der hohe Trainingsaufwand und die enormen Belastungen fordern vom Athleten den Einsatz seiner gesamten Persönlichkeit. 
 

Rudern ist ein Sport für Behinderte

Rudern ist leicht erlernbar, durch Koaktion wird der Behinderte, insbesondere auch der Sehbehinderte zum gleichwertigen Partner. Die Gefahr der Isolation, des Kontaktverlustes und des Minderwertigkeitsgefühls, welche bei einer Behinderung leicht eintreten, wird durch die speziellen Möglichkeiten des Ruderns gemindert. 
 

Rudern ist Freizeit- und Familiensport

Freizeitsport im allgemeinen ist gekennzeichnet durch die Möglichkeit, in alters-, geschlechts- und leistungsheterogenen Gruppierungen Sport zu treiben, wobei nicht selten mit regelveränderten Übungs-, Spiel und Wettkampfinhalten den speziellen Interessen und Fähigkeiten der Sportler Rechnung getragen wird. Rudern bietet hervorragende Möglichkeiten, den Motiven nach Ausgleich, Geselligkeit und Spaß, in Freundes- und Familienkreisen nachzugeben. Die Garantie einer gewissen erhaltensfreiheit, ohne vorgegebene Leistungszwänge und -normen soll als Form der Lebenserweiterung für die Freizeitruderer und Familien angesehen werden. Sicher lassen sich die aufgeführten Möglichkeiten um den einen oder anderen Punkt noch erweitern. Die Angebote des Ruderns als Sport an die Gesellschaft sind Chance und Verpflichtung zugleich - Chance für den Sportreibenden, sich der Vielfalt zu bedienen oder besondere Erfahrungen in dem einen oder anderen Bereich zu machen, für den Anbieter, den Verein und Verband, dafür zu werben und so das Image und das Prestige dieser Sportart zu verbessern. Verpflichtung ist es, auch dafür zu sorgen, daß diese Angebote möglich werden und sind.

 

Eine kurze Geschichte des Rudersports.. 

Die Anfänge dessen, was wir heute unter dem Begriff Rudern erfassen, reichen mehrere tausend Jahre zurück. Bereits vor der Ausnutzung der Windkraft mit Segel diente das Ruder bei vielen Völkern als Antriebsmöglichkeit von Transportmitteln, erfüllte aber auch wichtige Aufgaben bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Reliefzeichnungen in Ägypten sowie der Fund eines Ruders bei Duvensee in Holstein beweisen, daß bereits 8000 bis 10000 Jahre v.Chr. das Ruder zur Fortbewegung auf dem Wasser genutzt wurde.

Das sportliche Rudern hat seinen Ursprung in England. Ein Wettkampf, der sich auf lange Traditionen beruft und noch heute Zehntausende Zuschauer an die Ufer der Themse lockt, ist der Vergleich der Achtermannschaften der Studenten aus Oxford und Cambridge. Der erste Vergleich fand 1829 statt und endete mit einem Sieg der Universität Oxford. Von diesem und anderen in England stattfindenen Wettkämpfen gingen wesentliche Impulse für die Entwicklung des modernen Rudersports aus. So wurden gerade in dieser Zeit eine Reihe wichtiger Erfindungen gemacht, die sich revolutionierend auf den Bootsbau und damit auf die Rudertechnik auswirkten.1828 zum Beispiel erschien erstmalig ein Boot zu einem Wettkampf, das mit Auslegern ausgerüstet war. Weitere wesentliche Veränderungen bis zum heutigen Rennboot sind der Übergang zu leichteren Bauweisen, die Einführung des Gleit- und später des Rollsitzes sowie der Übergang von der Kastendolle zur Drehdolle.

Eine weitere wichtige Entwicklung für den Bootsbau und die Festlegung der noch heute gültigen Bootsklassen war die ntwicklung und der Bau eines Vierer, der ohne Steuermann auskam. In England präsentierte als erster der damals bekannte Rudertrainer Walter Bradford Woodgate einen ungesteuerten Vierer der Öffentlichkeit. Um seinen Landsleuten zu beweisen, daß dieses Boot gegenüber der herkömmlichen Bootsklasse im Wettkampf deutliche Vorteile besitzt, bediente er sich im Vierer-Rennen der Henleyregatta 1868 einer List. Er ließ einen extra angefertigten Vierer, entsprechend des Regattareglements mit einem Steuermann (der jedoch nur auf einem Behelfssitz saß) versehen, zum Start antreten. Sofort nach dem Startsignal sprang der Steuermann in das Wasser, und der nun vom Schlagmann über Fußbetätigung gesteuerte Vierer erreichte mit großem Vorsprung das Ziel. Zwar wurde diese Mannschaft disqualifiziert, aber Woodgate hatte seine Auffassungen eindrucksvoll nachgewiesen.

Obwohl die aufgeführten Veränderungen schon im vorigen Jahrhundert entwickelt wurden, fuhr man noch bis in die dreißiger Jahre die sogenannte orthodoxe Technik, ein vom festen Sitz auf den Rollsitz übertragender Bewegungsablauf mit weiter Vorlage, Anschwung mit kerzengeradem Rücken, kurzem Beinschlag und weitem Rückenschwung.

Verstärkt wurde das Festhalten an dieser Technik durch das weitverbreitete Lehrbuch von Woodgate "Rudern und Scullen" (erste Auflage in englischer Sprache 1876), in dem eine sehr verständliche Anleitung für den Anfängerunterricht gegeben wurde. Auch der Titel des Buchs dokumentiert, daß das Riemenrudern eine dominierende Stellung gegenüber dem Skullen einnahm. Bei Woodgate erstarrte die Rudertechnik in einem Haltungsdrill, bei der die Körperhaltung im Schulungsprozeß Vorrang gegenüber der Wasserarbeit erhielt. Der Zeitgeist wertete eben die soldatisch aufrechte Haltung und die exakt in allen Phasen vorgeschriebene Bewegung vom ästhetischen Standtpunkt positiv.

Diese Phasen werden einzeln geschult:"Schließlich muß auch das Drehen des Riemens gelehrt werden. Dieses wird genau und besser gelernt, wenn man es für sich lernt und nicht von Anfang an mit den übrigen Teilen des Schlages zusammen." (Woodgate 1926, S. 28) "Bisher haben wir die Arbeit des Körpers, die Arbeit der Arme und die Arbeit des Handgelenks im einzelnen durchgesprochen. In einem späteren Kapitel werden wir alles drei verbinden und das Vorgehen erläutern." (Woodgate 1926, S. 36) Als Woodgate dieses Buch schrieb, war das Rudern auf beweglichem Sitz noch eine neue Erscheinung: "Obwohl man eine Rollbahn von 9 Zoll [23 cm] Länge gebrauchen darf, so folgt daraus noch keineswegs, daß der Ruderlehrer verpflichtet ist, zu versuchen, eine Mannschaft von Anfängern dahin zu bringen, in ihrem Rennen auf einer so langen Rollbahn zu rudern." (Woodgate 1926, S. 146)

Die lange Stagnation in der Entwicklung der Rudertechnik unterbrach schließlich der Australier Steve Fairbairn. Deutlicher herausgearbeitet als bei Faibairn erscheinen die Grundsätze einer neuen Lehrweise in der Reform der Ruderausbildung an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen in Berlin bei Hugo Borrmann und Karl Feige: die natürliche Lehrweise. Das Hauptmerk galt hier der Wasserarbeit und der Natürlichkeit der Bewegung. Die Bedeutung der Balancefähigkeit für die Bootsbeherrschung wurde erkannt und die Ausbildung begann sofort im Boot mit Rollsitz.

Dieser schloß sich später die kybernetische Lehrweise (Modell von der Bewegungssteuerung in Form von Regelkreisen) an, die das Skiff - je nach äußeren Bedingungen (Wetter, Bootsmaterial) aber auch die Mannschaftsgig - nun als Lehrmaschine nutzt.

 

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